Basel investiert zunehmend in die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und startet ein neues Förderprogramm für Start-ups. Wie die Basler Zeitung berichtet, haben die Handelskammer Basel (HKbB) sowie die Kantone Basel-Stadt und Baselland im Oktober den „Digital Accelerator Basel“ ins Leben gerufen.
Das Programm richtet sich an junge Unternehmen in einer frühen Wachstumsphase. Vier ausgewählte Start-ups erhalten Dienstleistungen im Wert von 10.000 CHF, darunter Beratung, Marktanalysen und Unterstützung bei Patentanmeldungen. Bewerbungen werden bis Ende November entgegengenommen.
Schwerpunkt auf Lieferkette und Logistik
Jedes Jahr legt der Accelerator den Schwerpunkt auf eine neue Branche. Zum Auftakt liegt der Fokus auf Logistik und Lieferkette – einer Branche, die für die Region von besonderer Bedeutung ist. „Wir haben uns bewusst für die Logistik entschieden, da dies eine für die Region wichtige Branche stärkt“, erklärt Deborah Strub, Vorstandsmitglied des HKbB. Strub beschreibt das Programm als „einen wichtigen Baustein zur Stärkung der digitalen Kompetenz in der Region Basel“.
Netzwerk und Fachkompetenz
Die Start-ups profitieren nicht nur von den Dienstleistungen, sondern auch vom Netzwerk der Handelskammer und der Standortförderungsagentur Basel Area. Alexander Becker, Vorstandsmitglied von Basel Area und zuständig für Innovation und Unternehmertum, betont: „Wenn ein Unternehmen beispielsweise Unterstützung bei einer Patentanmeldung oder einer Marktanalyse benötigt, können wir auf ein Netzwerk von Experten zurückgreifen, um das Unternehmen zu unterstützen.“
Becker weist zudem auf die Notwendigkeit eines funktionierenden Innovationsökosystems hin: „Dies erfordert das Zusammenspiel verschiedener Akteure: Neben etablierten Unternehmen muss es auch genügend Fachkräfte, universitäre Forschung und Start-ups geben, die neue Ideen liefern.“
Starke Ausgangsposition
In der Region sind bereits mehr als 2.000 IKT-Unternehmen ansässig, und es verfügt über wichtige Infrastruktur wie den ersten kommerziell genutzten Quantencomputer von Quantum Basel, den Supercomputer (Ion Q) von Phoenix Technologies sowie das neue Rechenzentrum von North C. Auch die Forschung ist stark vertreten – der in Basel ansässige Quantenphysiker Daniel Loss gilt als Nobelpreiskandidat. Darüber hinaus wird die FHNW School of Computer Science, die ab dem nächsten Jahr IKT-Fachkräfte ausbilden wird, den Weg in die Zukunft weiter ebnen.
Schlussfolgerung
Basel verfügt über das Potenzial, sich als bedeutender digitaler Knotenpunkt zu etablieren. Der neue ICT Accelerator ist ein Baustein, um dieses Ziel zu erreichen und Start-ups als Triebkräfte der Innovation zu fördern.
Quelle (Deutsch): Basler Zeitung – „ICT Accelerator Basel: Handelskammer fördert Start-ups“

